Ein Tagesausflug nach Kamakura

Für Tokyobesucher, die gerne einen Tagesausflug in die Umgebung machen möchten, würde ich Kamakura empfehlen. Kamakura bietet Meer und Strand in nächster Nähe zur Großstadt, auch wenn man hier nach dem “offiziellen” Ende des Sommers (31. August) kaum noch Japaner am und im Wasser antreffen wird. Wir waren im Oktober, an einem recht wolkenverhangenem Tag dort.

Von Shinjuku aus gibt es einen Direktzug nach Kamakura (Shonan-Shinjuku Linie nach Zushi), die Reise dauert etwa 1 h. Von Kamakura fährt dann eine Bummelbahn nach Hase, von wo aus man die Hauptattraktionen Hase-dera (Hase Kannon) Tempel und Kotoku-in Tempel gut zu Fuß erreichen kann.

Zug nach Hase:

Wir haben uns zuerst den Kotoku-in mit seiner über 13 m großen Buddha Statue aus Bronze angesehen. Die Statue stand ursprünglich in einem Tempelgebäude, das aber 1498 durch einen Tsunami zerstört wurde. Der Buddha ist hohl und man kann ihn sich von Innen ansehen, aber wir haben lieber ein paar Bilder davor gemacht. Um die Statue und die Tempelgebäude herum befindet sich ein kleiner Garten.

Die innere Symmetrie mit Buddhas Hilfe finden:

Mein Bruder Lucas:

Weil in Japan nach dem Tempel immer auch vor dem Tempel ist, haben wir als nächstes den Hase-dera besucht. Da dieser Tempel an einem Hang liegt, kann man vom Gelände aus außerdem einen tollen Blick über Kamakura und die Küste werfen. Beim Wandern durch den Tempelgarten fallen einem vor allem die vielen kleinen kinderähnlichen Statuen auf. Dabei handelt es sich um Jizo. Jizo ist der Beschützer der Kinder, aber vor allem der vor der Geburt verlorenen Kinder. Laut unserem Guide spenden viele Frauen, die ein Kind verloren haben (häufig durch Abtreibung) eine Mizo Figur, die ihnen über den Schmerz hinweg hilft. Jizo beschützt aber auch Reisende, Frauen und schwache Menschen.

Hase-dera (ich als Größenordnung):

Snack:

Am Eingang des Gartens:

Jizo:

Mehr Jizo:

Blick über Kamakura:

Windsurfer in der Ferne:

Nach einem kurzen Stop am Strand, haben wir den Nachmittag damit zugebracht durch Kamakura Fußgängerzone zu schlendern. Unser erster Stop war jedoch ein Restaurant um Fischbrut, eine Spezialität des Ortes zu probieren.

Strand in Kamakura:

Im Oktober sehr einladend:

Blick in die Küche des Restaurants, das wir für unser Mittagessen ausgesucht hatten:

Fischbrut (kein Reis) und Thunfisch:

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