Herbstlieblinge: Bunte Gerichte

Eine sehr representative Umfrage in meinen Instagram Stories (8 Leute haben teilgenommen) hat ergeben, dass ich auch über andere Dinge als meine Reisen schreiben soll/kann. Ich habe mich noch nicht ganz entschieden was das alles beinhaltet, aber ich werde definitiv die Kategorie “Essen” ins Leben rufen.

Ich bin bei uns im Haushalt für 90% des Kochens verantwortlich, hauptsächlich weil ich es so gerne mache. Um immer etwas neues zu Lernen und abwechslungsreich zu essen probiere ich fast jede Woche neue Rezepte aus. Ich weiß, dass der Herbst schon fast um ist (oh wei, 4 Wochen bis Weihnachten), aber ich wollte trotzdem noch meine Herbstfavoriten mit euch teilen. Ich mag es wenn die Blätter im Herbst von den Bäumen fallen und das Sonnenlicht einen irgendwie goldenen Ton hat. Aber dann sind da auch diese grauen, kalten Tage und da macht ein wenig Farbe auf dem Teller einfach bessere Laune.

Ich habe also in mein Kochbuch geguckt und möchte zwei von mir abgeänderte Rezepte daraus teilen. Sie enthalten sehr herbstliche Zutaten: rote Beete, Kastanien und Süßkartoffel. Die Kastanien sind jetzt nicht unbedingt farbenfroh, aber sie wecken bei mir viele Erinnerungen an früher.

Die Familie meiner Mutter kommt ja aus der Pfalz (richtig, das Land der Sonne und des Weißweins, wenn man meinen Geschichten glauben schenkt). Dort befindet sich auch das Hauptvorkommen von Esskastanien in Deutschland. Wenn wir früher meine Oma während der Herbstferien besuchen waren sind wir oft mit ihr und ihrer Schwester im Wald Kastanien sammeln gegangen. Und jedes mal wenn unsere Oma uns im Herbst besucht hat, hat sie außer ihrem selbstgemachten Kräutertee natürlich auch Kastanien mitgebracht. Meistens haben wir die Kastanien einfach im Ofen geröstet und zum Abendessen gegessen. Unser Hund Joma mochte sie auch (ok, der mochte eigentlich alles).

Ihr könnt euch also vorstellen, dass ich froh war zu lernen, dass Kastanien in Portugal auch gerne gegessen werden. Sie gehören daher zur Liste der Dinge, die aus Portugal mitgebracht werden müssen wenn man uns von dort aus zwischen September und November besucht.

Lila Salat mit Kastanien und Birnen

Zusätzlich zu meinen geliebten Kastanien enthält dieses Gericht auch rote Beete und Rotkohl für einen lila Touch und Birnen in Honig.

Zutaten für 4 Personen:

  • eine handvoll Kastanien, geröstet und geschält (im unglaublich traurigen Fall, dass keine Kastanien verfügbar sind kann man auch Walnüsse verwenden)
  • 3 Birnen
  • 4 gekochte rote Beete (wie bildet man den Plural von diesem Wort?)
  • 50 g Gorgonzola piccante pro Person (oder Bratwurst für Leute die keinen Käse mögen. Ich habe vegetarische verwendet, aber man könnte auch Schweinefleisch nehmen)
  • 100 g frischer Spinat
  • ein Viertel Rotkohl
  • Blattsalat (ich habe hier den Rest von einer Salatmischung benutzt, daher auch die Karottenschnipsel auf dem Bild)
  • Butter
  • Honig
  • Und für das Dressing: Olivenöl, Zitrone, Salz

Zubereitung:

  • Für den Salat: Den Rotkohl in Streifen und den Salat in essbare Stücke schneiden. Dann beides mit dem Spinat mischen. Aus irgendeinem Grund habe ich den Spinat hier kurz gedünstet. Davon würde ich aber abraten das passt von der Konsistenz her irgendwie nicht ganz.

  • Als nächstes habe ich den Salat schon auf den Tellern angerichtet um die anderen Zutaten einfach nur noch dazuzugeben. Das kann man halten wie man möchte.
  • Etwas Butter in einer Pfanne zergehen lassen und dann die geviertelten und entkernten Birnen dazugeben und 2-3 Minuten braten. Dann einen ordentlichen Esslöffel Honig dazu und noch mal 2-3 Minuten braten (darauf achten, dass alle Birnenstücke ordentlich Butter und Honig abbekommen).

  • Die Birnen zum Salat geben und die Pfanne kurz ausspülen. Dann noch mal Butter schmelzen und die Kastanien darin erhitzen bis sich eine leichte Kruste bildet. Dann auch die Kastanien zum Salat geben.
  • Die rote Beete und den Gorgonzola in Stücke schneiden und auf dem Salat verteilen. Das Dressing geht ganz schnell: den Saft einer halben Zitrone mit einem halben Teelöffel Salz und zwei Löffeln Olivenöl mischen, über dem Salat verteilen.
  • Guten Appetit!

Ein orangenes Gericht mit Süßkartoffel, Za’atar und Kichererbsen

Gewürze aus dem mittleren Osten sind immer eine gute Idee und daher gibt es Za’atar zu diesen gebackenen Süßkartoffeln. Ich habe außerdem Kichererbsen als Proteinquelle und einen grünen Salat hinzugefügt. PS: Ja, das sind meine Weihnachtsplatzdeckchen im Hintergrund, selbstgemacht mit original schiefem Saum.

Zutaten für 4 Personen:

  • 4 große Süßkartoffeln
  • 2 (400 g) Dosen Kichererbsen
  • Olivenöl
  • Saft von einer halben Zitrone
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 rote Chili
  • Crème fraîche
  • 100 g Mandeln (geschält)
  • 1 Salatherz
  • 1 große Karotte
  • Salz
  • Za’atar: gerösteter Sesam, getrockneter Thymian, Sumac
  • Und für das Dressing: Weißweinessig, Zucker, Salz, Senf, Olivenöl

Zubereitung:

  • Zuallererst die Süßkartoffeln in den Ofen schieben. Ich habe einen Gasofen, den ich einfach auf der höchsten Stufe habe laufen lassen, aber ich denke 200 °C im Elektro-ofen tun es auch. Wenn man die Süßkartoffeln lange genug bäckt schrumpfen sie in ihrer Schale ein bisschen und lassen sich dann ganz schnell schälen. Es hat ungefähr 45 Minuten gedauert bis meine “reif” waren.
  • Als nächstes kann man sich noch mal 20-30 Minuten aufs Sofa setzen und sich darüber freuen wie leicht kochen doch ist.
  • Dann die Kichererbsen mit ein wenig Olivenöl und der zerkleinerten Knoblauchzehe in einer Pfanne anbraten. Mit Salz und Zitronensaft würzen.
  • Die Mandeln und die Chilischote zusammen zerkleinern (ich habe einen “Universalzerkleinerer”, Küchenmaschine oder Mixer müssten auch gehen), dann mit ein paar Löffeln Crème fraîche mischen und zur Seite stellen
  • Za’atar ist eine Mischung aus: 1 1/2 Teelöffel getrockneter Thymian, 1 Teelöffel Sumac, 1 Teelöffel gerösteter Sesam. Man kann auch gleich mehr herstellen und es bei den Gewürzen aufbewahren.
  • Den Salat nach belieben zubereiten. Das Dressing ist eine schnelle Vinaigrette: 2 Esslöffel  Weißweinessig mit einem Teelöffel Senf und je einem halben Teelöffel Zucker und Salz mischen, dann 2 Esslöffel Olivenöl unterrühren.
  • Wenn die Süßkartoffeln fertig gebacken sind alles auf Tellern anrichten. Die Süßkartoffeln in der Hälfte teilen, einen Kleks Mandel-Crème fraîche daraufgeben und mit Z’atar bestreuen.
  • Guten Appetit!

Was mögt ihr am liebsten im Herbst? Schreibt einen Kommentar! Und jetzt, wo wir bereits Dezember haben denke ich mal über ein paar Weihnachtsposts nach. Und vielleicht ein bisschen mehr Japan?

PS: Nächstes Jahr spare ich definitiv für neue Teller. So etwas in der Art von Motel a Mio.

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2 Kommentare

  1. Alexandra Kunz
    Dezember 8, 2017 / 8:28 pm

    Liebe Isi😍
    Hab’s gerade bei deinem Vater gelesen 👍
    Hoffe dir geht ‘s gut?
    Bei uns ist alles beim Alten 🤗
    Lg von Sandra und Werner 😘😘

    • isabel
      Autor
      Dezember 16, 2017 / 10:31 am

      Liebe Sandra,
      Freu mich, dass ihr die Seite gefunden habt 😃
      Alles gut bei uns… ab heute haben wir Urlaub!
      Allerliebste Grüße und gewaltig verspätete Geburtstagsglückwünsche ❤️😘
      Isi

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