Tagesausflüge von Marrakesch

Wie beim letzten Mal versprochen, geht es hier um die zwei Tagesausflüge, die wir während unseres Aufenthalts in Marrakesch unternommen haben. Machen wir uns nichts vor uns sagen es deshalb gleich am Anfang, günstige Tagesausflüge sind immer irgendwie auch Kaffeefahrten.

Wie auch immer, wir hatten jedenfalls beschlossen einen Ausflug ins Ourika-Tal im Atlas Gebirge zu machen um die Wasserfälle zu sehen und ein wenig zu wandern.

Auf dem Weg:

Eine andere Tour auf dem Weg vor uns:

Kaffefahrt Stopp 1, wer möchte ein Kamel reiten?

Kaffefahrt Stopp 3, Argan Öl:

Der zweite Stop war übrigens das traditionelle Haus einer Familie, in dem wir Minztee serviert bekommen haben und dafür ein wenig Trinkgeld dalassen sollten. Eine englische Familie, die mit in unserem Bus saß, hat glatt 10€ hingeblättert. Die waren auch die einzigen, die tatsächlich auf den Kamelen reiten waren und massig Arganöl und ätherische Öle gekauft haben. Während ich mich bei den Preisen irgendwie übers Ohr gehauen gefühlt hätte, hatten sie glaube ich wirklich Spaß an allen Dingen (auch weil Freunde von ihnen wohl insbesondere für das Öl schon viel mehr gezahlt hatten). Manchmal frage ich mich, ob man nicht entspannter lebt, wenn man einfach akzeptiert, dass als Tourist alles teurer ist… in diesem Falle wollte ich aber wirklich weder auf die Kamele, noch das Öl käuflich erwerben.

Die Wanderung selbst war dann wirklich schön, aber nicht wirklich etwas für jedermann. Einige Abschnitte waren doch recht schwierig zu überwinden und man musste regelrecht klettern. Danach hatte ich erst mal fiesen Muskelkater (wobei – zu meiner Verteidigung – ich mich auch gerade erst von einer schlimmen Grippe erholt hatte). Auf dem Weg waren ziemlich viele Leute unterwegs, ich weiß also nicht, ob man diesen Ausflug in der Hochsaison so empfehlen kann.

Wir jedenfalls haben frische und kühle Bergluft, Sonnenschein und blühende Kirschbäume am Wegesrand genossen.

Kirschbäume:

Unten am Weg:

Blick zurück:

Wasserfall:

Leider konnten wir nicht allzu lange am Wasserfall bleiben, weil wir weiter zum Mittagessen mussten (möp). Der Wasserfall ist im übrigen nur der erste von sieben. Wobei der Weg zu den anderen sechs eher nur etwas für sehr mutige ist. Die ersten 3 m müsste man erst einmal per wackliger Leiter überwinden und alles weitere wirkte auch nicht so vertrauenswürdig. Während der Zeit die wir dort saßen habe ich auch nur Einheimische weiter aufsteigen sehen.

Weil wir den ersten Ausflug ganz schön fanden, haben wir beschlossen noch einen weiteren zu buchen. Wir hatten die Wahl zwischen Essaouira an der Küste und Ouarzazate, dem Tor zur Wüste. Für Marrakesch und die Küste war Regen angesagt, daher viel die Wahl auf Ouarzazate.
Generell würde ich glaube ich empfehlen einen 2- oder 3-Tagesausflug in die Wüste zu machen. Wir hatten aber das Zimmer in Marrakesch schon komplett gebucht und wollten es nicht leerstehen lassen.
Marrakesch bei Regen in Richtung der Berge zu verlassen ist nicht wirklich die allerbeste Idee. Die Straßen in Marokko sind eher eng und bei Regen und schlechter Sicht kann nur langsam gefahren werden. Daher sind wir quasi den ganzen weiteren Tag unserem Zeitplan hinterhergerannt. Der erste Stop auf diesem Trip war jedoch die Entschädigung für alle kleinen Beschwerden. Das Dorf Aït Benhaddou ist die Verwirklichung aller meiner Aladdin Träume. Mit seiner beeindruckenden Kulisse war es auch bereits in mehreren Filmen zu sehen. Aber seht euch die Bilder selbst an.

Man muss übrigens eigentlich keinen Eintritt für das Dorf zahlen, auch wenn die Tourführer das behaupten. Besser ein bisschen mehr Geld einstecken…

Das beeindruckendste Dorf Marokkos:

Ein anderer Blickwinkel von Aït Benhaddou:

An der Straße:

Von oben (im Hintergrund ein Sandsturm):

Der nächste Stopp war dann bereits Ouarzazate, das marokkanische “LA” mit den Atlas Film Studios und diversen Filmproduktionsfirmen. Das Highlight ist ein Filmmuseum. Wir hatten allerdings beschlossen draußen zu bleiben. Die meisten Leute aus unserer Gruppe hatten einen mehrtägigen Trip geplant und wir mussten daher in einen anderen Van umsteigen. Zum Glück waren wir nicht im Museum, wir wären nämlich glatt vergessen worden! Mit im Bus zurück saß ein nettes spanisches Pärchen und nach einem kurzen Gespräch haben wir festgestellt, dass wir auch im gleichen Flieger nach Madrid sitzen würden. Wir haben uns daher zur gemeinsamen Taxifahrt zum Flughafen verabredet.

Wo wir fast vergessen wurden:

Starker Wind:

Mein Fazit: wenn man Zeit hat und auch mal ein Auge zudrücken kann, kann man gerne die Standardtouren in Marokko buchen. Wenn man allerdings ein wenig mehr Komfort möchte und auf gut unterrichtete Tourführer Wert legt, sollte man doch die private Tour buchen, man bereust es sonst nur.

Weiter wie gesagt: Katzen und Packtipps.

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