Ausflüge auf Bali | Das Zentrum

Auf Bali kann man wunderbaren Strandurlaub machen, auch wenn das Meer im Westen der Insel durch den starken Wellengang eher zum Surfen als zum Schwimmen geeignet ist und im Osten der Insel stark durch Ebbe und Flut beeinflusst wird. Hier ein paar Bilder aus Sanur bei Ebbe.

Sanur beach:

Ebbe:

Wir fliegen aber natürlich nicht um die halbe Welt nur um Meer und Strand zu sehen und hatten darum einige Ausflüge über die Insel geplant.

Ausflüge auf Bali sollte man am besten mit einem Fahrer machen da selbst fahren aufgrund interessanter Straßenführungen und einem hohem Verkehrsaufkommen zu viele Nerven kostet. Obwohl ich schon gerne mal dieses pinke Ding gefahren wäre.

Auf Bali sind ganzjährig viele Touristen unterwegs. Natürlich machen die meisten davon ebenfalls Ausflüge, sehr wahrscheinlich zu den gleichen Orten wie man selbst. In unserem Reiseführer stand darum der Tipp, man solle seinen Fahrer einfach darum bitten eine der üblichen Touren in der umgekehrten Reihenfolge abzufahren. In etwa diese Idee hatte ich bei unserem ersten Ausflug auch im Kopf, zusammen mit unserem Fahrer wurde dann aber nicht ganz ein Schuh daraus. Das lag unter anderem auch an Verständnisproblemen, allerdings weniger sprachlicher als kultureller Natur: Balinesen sagen nie “Nein”.

Wie man keinen Ausflug auf Bali macht: Am Vorabend geht man etwas Obst einkaufen. Neben dem Laden befindet sich ein Stand, an dem man angesprochen wird ob man schon diese oder jene Sehenswürdigkeit gesehen hätte. Man lässt sich eine Ausflugsroute erklären und einen Preis in Dollar nennen… Am nächsten Tag wird man pünktlich zu einer lustigen Massenverkaufsveranstaltung mit ein wenig Kultur abgeholt.

Meine Tipps für einen Ausflug mit Fahrer:

  • Die Route unbedingt vorher im Detail durchsprechen.
  • Wenn man von der vorgeschlagenen Route abweichen will, hartnäckig bleiben. Die Fahrer fahren gerne ihre Standard-Routen, bei denen sie gerne Zwischenstopps bei Souvenir-Shops von Freunden und Verwandten einlegen, daher auch 3.
  • Klar machen, dass man keine Shopping-Tour machen möchte. Auch hier hartnäckig bleiben (freundlich aber bestimmt).
  • Den Preis in Rupiah verhandeln/ausmachen. Wir haben da interessante Erfahrungen mit recht eigenwilligen Wechselkursen erlebt.
  • Falls der Fahrer sich durch die Verhandlungen beleidigt fühlt, nicht allzu schlecht fühlen und einen neuen Fahrer suchen. Es gibt sehr sehr viele Balinesen, die Touren organisieren und man sollte sich bei aller Völkerverständigung nicht zu einer Kaffeefahrt mitnehmen lassen. Dafür ist so ein Ausflug selbst auf Bali zu teuer.

Unser Fahrer hieß übrigens Wayan. Der Name eines Balinesen lässt sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit vorraussagen. Traditionellerweise heißen die ältesten Wayan, dann folgt in Geburtsreihenfolge Made, Nyoman und Ketut. Es gibt zwar von jedem Namen 2-3 Versionen, trotzdem muss es in der Schule sehr verwirrend sein.

Unser erster Stop auf unserem Ausflug war Batubulan, wo täglich für Touristen der Barong-Tanz aufgeführt wird. Balinesische Tänze haben eine ganz klare Choreographie von der nicht abgewichen werden darf. Die Tänzer üben darum schon seit dem Kindesalter und beherrschen meist nur einen einzigen Tanz. Die Geschichte zum Barong-Tanz kann man hier nachlesen:

http://www.sunda-spirit.com/bali-mensch-kultur/bali-tanz-drama/barong-tanz/

Barong:

Unser nächster Stop war die Künstlerstadt Ubud. Dort gibt es einen “Affenwald”, den wir nicht besuchen wollten (großes Unverständnis auf Seiten unseres Fahrers). Affen, die darauf gepolt sind sich bei Touristen ein paar Nüsse zu erbetteln bzw. Sonnenbrillen und Haarspangen zu klauen, sind nicht so ganz mein Ding.

Während der ersten Tourismus-Welle auf Bali in den 60er Jahren wurde Ubud zum Zentrum der Künstler und Hippies. Heute reihen sich in der Hauptstraße Restaurants und Souvenier-Läden aneinander. Aber es gibt auch ein paar sehenswerte Ecken und natürlich Tempel! (Starbucks gibt es auch und weil wir auf der Suche nach einer Toilette waren haben wir uns ein Iced-Irgendwas gegönnt.)

Pura Taman Kemude Saraswati:

Tempel, ich, iced Starbucks Kaffee:

Puri Seraswati:

Weiter ging es zur so genannten Elefantengrotte (Goa Gajah), die man durch den weit geöffneten Mund einer in den Stein gehauenen Fratze betritt. Es handelt sich um ein Heiligtum aus dem 9ten Jahrhundert. Im Inneren der Höhle befinden sich mehrere Stellen für Opfergaben. Ein paar Meter entfernt befindet sich ein Wasserbecken mit Koi-Karpfen, das durch drei steinerne Nymphen mit Wasser gespeist wird. An den Tempel schließt sich ein kleiner Park an und da nicht allzu viele Menschen unterwegs waren konnten wir in Ruhe ein wenig herumlaufen und die Stimmung des Ortes genießen.

Nymphen:

Goa Gajah:

Frische Getränke:

Palme:

Ich weiß, nicht so „besonders“ aber Palmen geben mir immer direkt so ein Ferien-Gefühl, dass ich sie gerne auf Bildern festhalte 😉

Grimassen:

Beeindruckendes Wurzelwerk:

Nicht allzu weit von Goa Gajah befinden sich die Königsgräber (Gunung Kawi) aus dem 11ten Jahrhundert. Es handelt sich um 10 knapp 7 Meter hohe Grabmäler, angeblich von einem König und seinen liebsten Königinnen. Da wir (aufgrund der geänderten Route) erst relativ spät nachmittags dort waren, konnten wir auch diesen Ort in Ruhe genießen.

Reis:

Gunung Kawi:

Wundervoller Ausblick:

Gunung Kawi, vis-à-vis:

Unser Ausflug wurde gekrönt mit dem Besuch einer Luwak Kaffee Plantage. Richtig, es handelt sich um den Kaffee der angeblich aus den Ausscheidungen von Katzen hergestellt wird. Zunächst einmal: Ich bin ein Kaffee-Junkie und da ich während meiner Zeit als Freiwillige Helferin in Ecuador selbst ein wenig auf einer Kaffee-Plantage mitgearbeitet habe interessiert mich der Anbau und der ganze Herstellungsprozess sehr. Luwaks sind keine Katzen (siehe Bild) und der Kaffee wird zwar aus ihren Ausscheidungen hergestellt, allerdings handelt es sich dabei trotzdem noch um intakte Kaffeebohnen. Die Enzyme im Verdauungstrakt der Luwaks greifen nur die Oberfläche der Bohnen an und sollen den Kaffee milder machen. Ich finde er schmeckt nicht schlecht.

Coffee:

Luwak/cat:

Konzentration, bitte:

Wir ihr seht benutze ich immer noch meine kleine Kamera. Aber dieses Jahr wird endlich genug Geld zur Seite gelegt um eine bessere zu kaufen!

Im nächsten Post die versprochenen exotischen Früchte und ein weiterer toller Ausflug.

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