Bahía de Cochinos y algo mas (Cuba)

Um zur Schweinebucht zu gelangen muss man Havanna in Richtung Süden verlassen und kann für den größten Teil der Strecke die Autobahn nutzen. Dabei handelt es sich um eine 6-spurig ausgebaute Straße, die allerdings anstatt bis nach Santiago zu führen schon auf der Hälfte der Insel endet. Heute wird die Spur am Rand hauptsächlich von Pferde- und Ochsenkarren benutzt. Im Dunklen kann man auch diese Straße nicht befahren da man sonst unweigerlich im nächsten Schlagloch landet.

In der Schweinebucht oder Bahía de Cochinos landete 1961 eine Gruppe von CIA finanzierten Exil Kubanern um eine Konterrevolution zu starten. Ehrlich gesagt haben wir die Bucht aber nur angesteuert um ein paar Tage zu entspannen. Dieses mal haben wir nicht in einer Casa, sondern in einem Hotel übernachtet. Dafür gab es recht einfache Gründe: wenige Restaurants wegen dünner Besiedlung und ein super günstiges Hotel mit Pool!

Die meisten Hotels in Kuba gehören zur Cubanacan Gruppe. Man kann sie auf folgender Seite ansehen und buchen: http://www.hotelescubanacan.com/

Ich würde den Bildern allerdings nicht zu viel vertrauen schenken…

Poolbereich:

Unser Reiseproviant bestand aus Wasser und Keksen. Wir hätten uns gerne ein paar Brote geschmiert, aber das Thema Essen ist etwas komplizierter in Kuba:

Als Vegetarier oder Veganer kommt man hier an seine Grenzen. Sicherlich kann man jeden Tag Reis mit schwarzen Bohnen essen (morros y blancos). Aber schon gekochtes Gemüse oder Salat sind wirklich schwer zu bekommen. Ähnliches habe ich aber auch in Ecuador erlebt (Salat = Zwiebeln mit einem Stück Tomate) und würde es daher nicht der Planwirtschaft anhängen wollen. Die Planwirtschaft ist allerdings dafür verantwortlich, dass man kaum Supermärkte findet, bzw. dass es in den Supermärkten wenig frische Waren gibt.

Früchte kann man auf kleinen Märkten finden, auf denen auch die Einheimischen einkaufen. Diese sind aber sehr schwer zu entdecken. Trotz des tropischen Klimas wird auf Kuba keine große Vielfalt an Früchten angebaut. Man bekommt vor allem Bananen, Papayas (die in Kuba Fruta Bomba heißen, “Papaya” ist unanständig) und Guave.

Ich bin normalerweise Vegetarierin, habe während der Reise nach Kuba aber noch Fisch und Schalentiere gegessen. So viel Hummer, wie ich während dieser drei Wochen zu mir genommen habe, werde ich sicher nicht so schnell noch einmal bekommen.

Durch meine Lactoseintoleranz bin ich leider auch bei der Wahl der vegetarischen Gerichte recht eingeschränkt (und kann auch nicht einfach mehr Pudding oder Eis essen). Vegetarische Sandwichs bestanden meist aus riesigen Mengen geschmolzenem Käse im Brötchen und davon bekomme ich wahnsinnige Bauchschmerzen.

Morgens wird Ei gegessen. Wer kein Ei zum Frühstück isst muss entweder krank, oder nicht ganz richtig im Kopf sein. Jedenfalls hat man uns das in etwa so vermittelt. Dieses Thema kannte ich allerdings auch schon aus Ecuador (und hatte daher die passenden Vokabeln bereit). Handelt es sich dabei um eine zentralamerikanische Marotte?

Und ja, das Klischee stimmt. Wenn alles aus ist gibt es immer noch Huhn mit Reis. Also wer Huhn liebt 😉

Ein paar mehr Strandbilder?

Nach 3 Tagen faulenzen haben wir uns auf den Weg nach Trinidad mit Zwischenstopp in Cienfuegos gemacht. Über diese beiden Städte muss ich unbedingt mehr berichten. Trinidad war mein liebster Stop auf der gesamten Reise… Und hoffentlich habe ich bald auch wieder genug Zeit für etwas ausführlichere Posts.

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